Kemal
Kurt
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Wanderausstellung


Tijuana, 1999
Tijuana, 1999

menschen.orte

Die Ausstellung zeigt Fotografien von Kemal Kurt, die zwischen 1977 und 1999 in Berlin, in der Türkei, in Südafrika, den USA und anderen Orten entstanden sind. Sie werden zusammen mit Gedichten des Künstlers präsentiert.

Ausstellungskatalog:
Kemal Kurt, menschen.orte, Hitit, Berlin 1999
Kontakt: Meral und Lena Kurt




Istanbul, 1986
Istanbul, 1986

fotos und gedichte, 1977 - 1999

Menschen als Motiv haben Kemal Kurt am meisten fasziniert. Sowohl durch die Bilder als auch durch die Gedichte von menschen.orte zieht sich das Thema der Annäherung und Begegnung. Viele der Fotografien zeigen "den Fremden" im Blickpunkt und decken Ent- und Verfremdungen des Alltagslebens auf. In humorvoller und in bestem Sinne aufkläreischer Weise hält Kemal Kurt die kleinen, gleichwohl überraschenden Begegnungen zwischen Menschen unetrschiedlicher nationaler Herkunft, sprachlicher und religiöser Prägung mit der Kamera fest. Die Bilder führen das Besondere, das Außergewöhnliche des scheinbar Gewohnten in den Mittelpunkt des Interesses. Immer wieder bezeugen die Fotografien Augenblicke,in denen Menschen aus sich heraustreten und sich in ihrer ganzen Stärke mitteilen.

Kemal Kurts Bilder bestechen - ohne Effekthascherei - durch klaren formalen Aufbau, der auf das wesentliche hinführt. Die dazu ausgewählten Gedichte handeln von Liebe,
Fremdsein, Wünschen und Träumen.



Kapstadt, 1998
Kapstadt, 1998

Bisherige Stationen der Ausstellung

1999 Dorsten und Brilon
2000 Werkstatt der Kulturen, Berlin
2002 Sindelfingen
2003 Werkstatt der Kulturen
2004 Evanfgelische Akademie Iserlohn
2005 Sprengelhaus, Berlin
2005 Turm 33_Cafédrale, Ludwigshafen



Los Angeles, 1999
Los Angeles, 1999

Technisches und Organisatorisches

Die Ausstellung umfasst 40 schwarzweiß-Fotografien (30 x 40) und 17 Gedichte. Sie wird ungerahmt zur Verfügung gestellt. Benötigt werden insgesamt 45 Rahmen (50 x 60 cm) oder (50 x 70 cm). Die Einrahmung und Hängung erfolgt in Absprache mit Lena und Meral Kurt durch die Veranstalter.Wüsnschenswert wäre ein standardgerechtes Galerisystem. Auf Wunsch liest Hildegard Kurt, Kulturwissenschaftlerin und Witwe Kemal Kurts, bei der Vernissage eine Auswahl der Gedichte. Denkbar ist auch eine Abendlesung im Rahmen der Ausstellung mit Kostproben aus dem literarischen Schaffen des Künstlers. Die Ausstellungsdauer beträgt im allgemeinen vier Wochen, doch können auch längere Laufzeiten vereinbart werden.
Im Rahmen der Ausstellung kann ein Verkauf von Büchern Kemal Kurts stattfinden.
Die Höhe der Übernahmegebühr wird per Absprache festgelegt.


Ansprechpartnerinnen für alles Technische sind
Lena und Meral Kurt, die beiden Töchter Kemal Kurts
zu erreichen über Kontakt.


Berlin, 1987
Berlin, 1987

mit fremder zunge (laut malend)

(lallend) dreht sich meine zunge
(babbelnd) schwer im mund
(lispelnd) ist sie gespalten, zwiespältig
(zischend) so bin ich kein doppelzüngiges reptil
(glucksend) eher ein entkrustetes meerestier
(fauchend) mit zerbrechlichen rippen
...........mit jedem zungenbrecher
...........bricht mir ein wirbelbelbel

wie lange muß ich noch
mit der stimme eines anderen singen



Pressestimmen

... Die Fremdheit, die viele Bilder ausstrahlen, ist Kurts eigener kreativer Antrieb, Teil der Zwiespältigkeit seiner Existenz. " Entfremdung ist mein Thema", sagt Kurt. An der er jedoch nicht leidet, sondern die er künstlerisch nutzt. Zwar fühle er sich manchmal wie ein Schriftsteller auf Krücken, sagt Kurt in Anspielung darauf, dass er als geborener und in seiner Heimat aufgewachsener Türke in Deutsch schreibt. Gleichzeitig erlaube ihm diese Fremdheit aber auch eine kritische Distanz zur deutschen Sprache. Mit dieser Haltung unetrläuft Kurt das dem deutschen Publikum genehme Klischee des fremdländischen Künstlers, der ständig seine Bi-Nationalität und seine kulturelle Wurzellosigkeit thematisiert.
Der Tagesspiegel, 12.2.2000 unter dem Titel "Schreiben und fotografieren ohne Klischees"

... Sein künstlerisches "Coming-out" hatte Kemal Kurt 1977 mit der Fotografie, und er fand bereits wenig später bei internationalen Ausstellungen Anerkennung. Alsbald stellte er den Bildern auch Gedichte gegenüber, eröffnete so gleich mehrfach doppelbödige Spannungsebenen. (...) Sein letztes Buch dieser Art erschien 1999 unter dem Titel menschen.orte und diente wiederum als Katalog für viel beachtete Ausstellungen und Lesungen daraus.
LiteraTour, Luxemburg, Februar 2003

... Alltagsbilder von Kemal Kurt beeindrucken tief...
Sauerlandkurier, 13.1.2000



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